„Callboy Torsten“ und die Blogger

Dienstag, 8 August 2006

Das soziale Internet der Gegenwart (sog. Web 2.0) macht jeden zum potentiellen Star – und zum potentiellen Hassobjekt. Schon jetzt stehen Mörder ebenso am digitalen Pranger wie ihre Opfer, über dumme Betrüger wird global gelacht. Ganz beiläufig schafft das Netz Ruhm – und zerstört Existenzen.

Ein Zwölfjähriger kann heute innerhalb weniger Tage Weltruhm erlangen – wobei sich die Definition von Ruhm seit Warhols Zeiten verändert hat. Berühmt ist im Zeitalter des Community-Netzes nicht notwendigerweise derjenige, der in den traditionellen Medien auftaucht. Berühmt ist jemand, dessen Webseite/Video/Blog sich in den letzten drei Tagen viele Leute angesehen haben, dessen Name viele Google-Hits erbringt. Berühmt ist der, fast wie in vormedialen Zeiten, über den gesprochen wird im (globalen) Dorf.

Die Mechanismen des Aufschaukelns, denen das sozial organisierte Netz folgt, heben die alten Regeln von Ruhm, Popularität und öffentlicher Schande auf. Nicht nur, wer Informationen über sich selbst online stellt, begibt sich in Gefahr – auch jeder, über den irgendwo digitale Informationen existieren.

Nun kurz zum aktuellen Beispiel des im Titel angegebenen Streits wie ich Ihn am Rande mitbekommen habe.

Scheinbar hat alles damit angefangen, dass irgendein Blogger sich über die auffälligen Rechtschreibfehler einer Hompage eines „Callboy Torsten“ genannten Homepagebetreibers pikiert hat und diese auf seinem Blogg verlinkt hat.

Durch den dadurch folgenden hohen Traffic auf der xxx Seite von „Torsten“ bangte dieser scheinbar um höhere Kosten und kontaktiere den Bloggbetreiber den Link zu entfernen, was dieser meiner Recherche nach auch tat…

Wieso das ganze mittlerweile jedoch eskaliert ist und mittlerweile mit Klagen vor diversen Gerichten verhandelt wird und ganze Blogggemeinschaften kein anderes Thema haben, verschließt sich meinem Verständniss…

Ich verzichte daruf, Links zu dem Thema zu setzen, findet man doch bei google bei einschlägigen Suchbegriffen zu diesem Thema jede Menge Informationen;-)

Nigeria Connection

Dienstag, 8 August 2006

wer ist im Internet nicht immer noch auf der Suche nach dem großen Geld, dass ohne jedwede Anstrengung dort zu finden ist…

Jetzt kommt es immer öfter sogar an uns heran getragen: Von der sog. Nigeria Connection

Aber Vorsicht!!!

DieNigeria Connection‘ versendet mails mit folgendem Inhalt: (Siehe dazu auch Extra-Blatt bei HOAX Info)

  • es geht um viel Geld (mehrere Mio. Dollar)
  • TEXT (nahezu) KOMPLETT IN GROSSBUCHSTABEN
  • fehlerhaftes Englisch oder noch schlechteres Deutsch
  • E-Mail-Adresse oft bei Yahoo (aber auch div. andere)
  • Thema: Erbschaft, Geldtransfer oder Lotto-Gewinn
  • Aufforderung zur vertraulichen Behandlung der „Angelegenheit“
  • Abfrage div. persönlicher Daten (wie Bankverbindung etc.)
  • Erwähnung der Namen ‘Sanni Abacha’, ‘Mariam Abacha’, ‘Mohammed Abacha’ oder
    anderer (meist ehem.) afrikan. Machthaber (z.B. ‘Kabila’, ‘Sese-Seko’, ‘Mobuto’,…)
  • Betreff/Subject steht in der nachfolgenden Liste

Die Nigeria Connection hat u.A. auch schon die Website von Interpol gefälscht ;-)

Mit dem Empfang einer solchen E-Mail (oder Brief, Fax) sollte die Geschichte besser gleich wieder enden, denn eine Fortsetzung wäre wenig erbaulich – sie endet regelmäßig mit einer finanziellen und persönlichen Katastrophe. Bereits die Angabe der eigenen Bankverbindung kann u.U. genügen, damit die Täter das Konto leer räumen können.
Lesen Sie hier ein Original-Beispiel, das mir zu diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurde. In einem zweiten Fall ging die Sache bis einschließlich der Zahlung einiger Tausend Euro durch das Opfer. Dafür erhielt das Opfer einige wertlose, gefälschte Dokumente – vorgeblich amtliche Urkunden (z.B. der Bank of Africa). Hier noch ein weiteres Beispiel aus dem Jahr 2004 (Paribas-Bank, Elfenbeinküste).
In einem anderen Fall (Mai 2004) wurde dem potenziellen Opfer ein ‘Agreement‘ zugesandt, das ihn angeblich als Berater und Bevollmächtigten autorisieren und ihm 15 Mio. US$ garantieren sollte.

Also: Nix mache, auch wenn’s sich gut o hört… – Wer drüber lachen kann -hier

Endlich wieder halle02

Dienstag, 8 August 2006

0906_halle_plakat_7.jpgEndlich wieder halle02!
Durch Wellen und Wogen, durch Ströme und Strudel, durch Stürme und Orkane, durch Berge und Täler, steuerten wir seit Januar die halle02 und sind nun endlich wieder in unserem Heimathafen angekommen. Jo, Jo, Jo! Am 23.09. ab 20.00h öffnet die halle02 im ehemaligen Güterbahnhof zum zweiten Mal ihre Tore, um drei weitere Jahre Heidelbergs Kulturleben mit allerlei Umtriebigem zu bereichern. Zur Eröffnung sind neben unseren Rettern (Frau OB Weber, Manfred Lautenschläger, Jugendgemeinderat, Aurelis, etc.) alle Plattenteller-Musikanten der halle02 versammelt, um die Party des Jahrhunderts zu zelebrieren. Auf drei Floors (halle02, kleine Halle und Halle02-Zelt) präsentieren sich unsere Reihen mit ihren musikalischen Stilen: von Drum and Bass bis Dancehall, von elektronischem bis Indie, von Mestizo bis Funk, von Rock and Roll bis Breakbeats ist alles vertreten was die Bobos zum wackeln und die Hüften zum schwingen bringt. Endlich wieder rocken! Endlich wieder halle02!