wie die Nürnberger Arbeitsamtmail viel neuen Spam schafft…

Montag, 28 August 2006

Die derzeit größte Plage im Internet sind Spam-Mails. Alle haben schon welche bekommen und jeder der viel im Internet unterwegs ist kann sich davor nicht retten…

Im Moment kursiert eine mail im Internet, die durch versehentlich an einen Verteiler geleitete Mails einige sehr private und intime Unterhaltungen zweier Kolleginnen für die Belustigung der gesamten Internetgemeinde preisgibt.

Was dabei besonders nachtraglich negativ für alle ist, die an dieser Unterhaltung durch weiterleitung der mail teilhaben, hat auch der Webschmied herausgefunden:

„…fast ausnahmslos wurden die Emails als CC (Carbon Coby) weitergeleitet, anstatt BCC (Blind Carbon Copy) zu benutzen. So sieht jeder Empfänger den kompletten Verteiler des Absenders, weitere Verteiler sind schön in den immer weiter mitkopierten Kopfzeilen enthalten. Ein gefundenes Fressen für jeden Spammer (immerhin sind diese Adressen zu 99% gültig!), ein Albtraum für die Arbeitgeber. …“

Somit kann je nach fortgeschrittenem Status der mails die Ihr bekommen habt, auch Eure mail Adresse schon an zig andere Personen weitergeleitet worden sein.

Da ich täglich sehr viele mails bekomme, habe ich mir schon oft überlegt, ob ich nicht selbst anfangen soll Adressen zu sammeln;-) Ist sicher sehr lukrativ…
Hier ein paar Antworten auf die Spam-Fragen:

Wie kommen denn die Spammer an meine Adresse?!
Spammer arbeiten mit automatischen Programmen, die Web-Seiten, deren Gästebücher, Foren, Chats, Newsgroups usw. nach E-Mail-Adressen durchforsten. Diese Programme arbeiten ähnlich wie die Suchmaschinen und werden Harvester genannt – sie ernten E-Mail-Adressen.
Mit diesen Adressen wird innerhalb der Szene ein reger Handel getrieben. Ist eine Adresse einmal bekannt, muss man davon ausgehen, dass man im Laufe der Zeit immer mehr E-Müll bekommt.

Wie schütze ich meine E-Mail-Adresse (Prävention)?
Wichtig ist der sorgsame, verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse, damit sie am besten gar nicht erst in die Hände der Spammer fällt. Dazu gehört, dass die Adresse nicht im Klartext auf eigenen Webseiten steht und nicht unbedacht an Stellen angegeben wird, wo man nicht genau weiß, dass sie nicht an Spammer weitergegeben wird.
Es empfiehlt sich, für diese Zwecke eine Zweitadresse anlegen. Diese nimmt man bei einem FreeMail-Anbieter wie z.B. Freenet.de, GMX, Web.de usw. Bei den meisten dieser Anbieter kann man die Mails an seine eigentliche Adresse weiterleiten lassen. Wird die Zweitadresse mit Spam zugemüllt, kann man sie relativ schmerzfrei wegwerfen und durch eine neue ersetzen. Die eigentliche (Erst-) Adresse teilt man nur guten Freunden und Bekannten mit.
Weiterer Vorteil: Die meisten FreeMail-Anbieter haben inzwischen Spam-Filter im Angebot, die das Haltbarkeitsdatum der Adresse verlängern helfen.

Ausserdem: Wer Kettenbriefe weiterleitet oder generell mails an viele Empfänger schickt, die nicht unbedingt ersichtlich sein müssen, bitte BCC schicken; Das ist das Feld, das meist ganz unten steht und besagt, dass die Empfänger für alle nicht sichtbar sind!!!

Schutz der Adresse durch Kodierung
Wenn man die eigene E-Mail-Adresse auf der eigenen Website angeben will/muss (Impressumspflicht), kann man sie kodieren, damit die Harvester sie nicht erkennen. Dieser Schutz ist allerdings nicht sonderlich zuverlässig/dauerhaft, weil die Harvester auch weiter entwickelt werden. Ein Hilfsmittel für diesem Zweck ist der E-Mail Address Encoder

Ich werde mit Spam überschüttet, was kann ich tun?
Ist das Kind einmal in den Brunnen gefallen, d.h. die eigene Adresse ist in die Hände der Spammer gefallen, kann man im Grunde wenig tun, um diese Flut wieder einzudämmen.
Die wirkungsvollste Maßnahme ist das Ändern der Mail-Adresse. Das kann schmerzhaft sein, weil man allen erwünschten Absendern die neue mitteilen und z.B. Visitenkarten neu drucken muss. Spätestens jetzt ist es Zeit für eine Zweitadresse (s.o.).
Was man auf keinen Fall tun sollte ist, auf die oft in Spam-Mails angebotene ‚Remove‘-Funktion einzugehen. Diese dient in aller Regel nur dazu, die Adresse als gültig und ‚wird gelesen‘ zu klassifizieren und somit aufzuwerten. Man erhält in der Folge meist eher noch mehr E-Müll. Die Spammer können solche verifizierten Adressen für einen höheren Preis weiterverkaufen.
Aus dem gleichen Grund sollte man nie auf Spam-Mails antworten.

Danke mein lieblingsservice: HOAX-Info Berlin

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